Bohnanza – ein Kartenspiel für die ganze Familie 1


Auf einmal wird es laut: „OK, wir tauschen, wenn du mir noch eine Saubohne entsorgst!“ – „Halt warte, ich gebe dir eine Feuerbohne dafür!“ – „Die will ich nicht…“
Kommunikativ geht es zu bei jeder Partie Bohnanza, immerhin ist die Handelsphase, in der Spieler Karten tauschen und verschenken können, ein fester Bestandteil jeder Runde. Damit ist der Ausgang des Spiels nicht nur vom Glück abhängig, sondern auch von den strategischen Fähigkeiten und dem Verhandlungsgeschick der Mitspieler. Mithin ein Spiel für die ganze Familie, das hier im Rahmen der Blogparade #SpielenBloggenSpenden vorgestellt werden soll.

 

Bohnanza PressefotoBohnanza von Uwe Rosenberg hat schon einige Jahre auf dem Buckel, doch da es immer wieder Spaß macht, ist es beliebt wie eh und je. Das Kartenspiel wurde 1997 in die Auswahlliste zum „Spiel des Jahres“ aufgenommen und wird von Amigo Spiele vertrieben.

So wird Bohnanza gespielt

Das Spielprinzip ist recht einfach: Zu Beginn erhält jeder Spieler fünf Karten auf die Hand. Jede gehört zu einer häufiger oder seltener vorkommenden Bohnensorte, die Spieler auf zwei virtuellen Feldern vor sich anbauen müssen. Ganz wichtig: Karten müssen in der Reihenfolge ausgespielt werden, wie sie gezogen wurden.

Ist ein Spieler an der Reihe, muss er die erste Handkarte ausspielen. Die zweite darf gespielt werden, wenn das gewünscht ist. Der Kniff dabei: Auf jedem Feld darf nur eine Bohnensorte ausgespielt werden. Je mehr Bohnen einer gleichen Sorte „angebaut“ wurden, desto mehr Taler gibt es, wenn das Feld abgeerntet wird. Wie viele genau, ist von der Bohnensorte abhängig und auf jeder Karte unten aufgedruckt. Der Legezwang führt dazu, dass man als Spieler immer wieder gezwungen wird, ein Feld abzuernten, bei dem nur eine weitere Bohne für den nächsten Taler benötigt wird. Sehr ärgerlich, aber nur bedingt zu verhindern.

Denn ausschließlich in der Handelsphase kann man Karten in der Mitte des eigenen Kartenstapels los werden. Vom Zugstapel werden zuerst zwei Karten aufgedeckt, dann können die Verhandlungen mit dem Spieler, der an der Reihe ist, beginnen. Auch Geschenke dürfen gemacht werden, müssen aber nicht angenommen werden. Denn nachdem alle Deals abgeschlossen sind, müssen die entsprechenden Bohnen auch sofort angebaut werden. Danach beendet der Spieler den Zug, indem drei Karten vom Nachziehstapel auf die Hand gezogen werden. Einen gute Überblick gibt dieses Video:

Meine Erfahrungen mit Bohnanza

Ich selbst habe das Spiel erstmalig 1999 auf einer Fahrt der Astronomie-Arbeitsgemeinschaft meiner ehemaligen Schule gespielt. Von der 14-jährigen Schülerin, über Studenten bis hin zu den älteren Lehrern hatten alle so viel Spaß an dem Spiel, dass es auch bei Fahrten in den folgenden Jahren immer dabei war. In der Grundversion können drei bis fünf Spieler an einer Partie teilnehmen, mit dem Erweiterungs-Set, das für wenige Euro erhältlich ist, sogar bis zu sieben.

Eine der ersten Runden Bohnanza des Autors im Jahr 1999.

Eine der ersten Bohnanza-Runden des Autors im Jahr 1999.

Die einfachen Regeln sorgen für einen schnellen Einstieg von neuen Spielern. Die Handelsphase stellt regelmäßig Freundschaften auf die Probe und durch einige Finessen, wie beispielsweise dem „3. Bohnenfeld“, das man für drei Taler kaufen kann, gibt es keine Strategie, die immer zum Sieg führt. Mal gewinnt der „Sofort-Abreißer“, der gleich bei Erreichen der Mindestzahl für den ersten Taler erntet, dann wieder der Sammler, der alle anderen Karten verschenkt, nur um auf die maximale Anzahl von Talern für eine Bohnensorte zu kommen.

Aufgrund der strategischen Komponente ist das Spiel weniger für kleine Kinder geeignet. Der Verlag gibt die Altersempfehlung „ab 12 Jahren“. Dafür lassen sich auch ältere und weniger erfahrene Spieler schnell in eine Runde Bohnanza integrieren. Praktisch ist darüber hinaus, dass das Kartenspiel, das aus insgesamt 110 Karten besteht, in jede Tasche passt und damit auch gut auf Reisen mitgenommen werden kann.

Fazit

Von mir gibt es eine klare Empfehlung: Bohnanza macht Spaß, da die Einflüsse von Glück, Taktik, Strategie und Verhandlungsgeschick gut ausbalanciert sind. Das Spiel ist günstig, und wenn man ab und an in größeren Runden spielen möchte, sollte man auch gleich das ebenfalls preiswerte Erweiterungsset erwerben. Aber Vorsicht, Bohnanza kann süchtig machen!

Die Spende im Rahmen der Blogparade von Locafox soll an das Kinder- und Jugendhaus Funk gehen.


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