Meine Kandidatenrede zur Präsidiumswahl im Wortlaut


Was für ein Ergebnis gestern Abend auf der Mitgliederversammlung von Hertha BSC: 903 von 1039 abgegebenen Stimmen entfielen auf meine Person. Noch heute bin ich von diesem Zuspruch überwältigt und bedanke mich bei allen Mitgliedern für das Vertrauen.

Leider erschien soeben online ein Artikel des Tagesspiegels, in dem mich der Autor Christoph Dach nicht nur falsch, sondern auch sinnentstellend zitiert. Ich konnte mit ihm zwar gerade Kontakt aufnehmen, so dass dieses „Zitat“ hoffentlich noch korrigiert werden kann. Dennoch veröffentliche ich an dieser Stelle das Manuskript meiner Vorstellungsrede, so dass sich jeder selbst ein Bild zu meiner Position machen kann.

Meine Vorstellungsrede

Liebe Herthanerinnen und Herthaner, meine Damen und Herren,

 

mein Name ist Marco Wurzbacher, ich bin 38 Jahre alt, seit über neun Jahren in festen Händen, keine Kinder. Beruflich leite ich beim Startup LocaFox.de die Abteilung Content Management und verantworte in dieser Position alle Inhalte des Internetportals.

 

Mitglied von Hertha BSC bin ich seit Juni 2002 und im gleichen Jahr gründete ich auch gemeinsam mit zwei Mitstreitern Hertha-Inside.de, das seither beliebteste Herthafan-Portal im Internet.

 

Seit meiner Wahl ins Präsidium 2012 konnte ich mich insbesondere im Mitgliederausschuss und natürlich bei Fanthemen einbringen, da ich wie schon vor meiner Wahl alle Heimspiele in der Ostkurve erlebe und Auswärtsspiele und Trainingslager regelmäßig besuche.

 

Im Rückblick schauen wir auf vier erfolgreiche Jahre: Durch die moderate Beitragserhöhung und die steigenden Mitgliederzahlen war es dem Verein in den letzten Jahren möglich, zum erstem Mal ohne Zuschüsse unserer Tochtergesellschaft auszukommen. So tragen wir als Mitglieder alle zur finanziellen Entlastung bei – Geld das für sportlichen Erfolg bereitsteht, genau wie die Einlagen unserer neugewonnenen Investoren, die uns von Altlasten befreit und der Geschäftsführung viel größere Spielräume ermöglicht haben.

 

Ein Thema, an dem wir bereits arbeiten und das mir besonders am Herzen liegt, ist die Belebung des Vereinslebens. Auf den Mitgliederversammlungen in den letzten Jahren wurde immer wieder nach identitätsstiftenden Veranstaltungen und Aktionen gefragt.

 

Dafür möchte ich natürlich keine aufgesetzten, im schlimmsten Fall kopierten Maßnahmen, sondern einen ganz eigenen Hertha-Weg. Zu diesem Zweck finde ich wichtig, dass wir als Präsidium für Ihre Wünsche und Anregungen erreichbar sind. Und auf jeden Fall werde ich das weiterhin für Sie sein. Sprechen Sie mich an, schreiben Sie mir, rufen Sie mich an!

 

Aufgrund solcher Gespräche konnte ich in den letzten Jahren mithelfen, dass das älteste bekannte Herthafanlied – aus dem Jahr 1930 – professionell produziert wurde und auf CD erhältlich ist, dass die „Fahne pur“ als Logo in unserer Satzung festgeschrieben wurde oder auch, dass wir gerade eine Beachsoccer-Mannschaft, in der aktuell zwei Nationalspieler mitwirken, in unsere Fußballabteilung integriert haben, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Auf das Präsidium werden in der nächsten Amtsperiode spannende Fragen zukommen: Viel weniger die Stadionfrage, die aus meiner Einschätzung heraus erst später eine Rolle spielen wird. Doch was sehr schnell kommen kann: Wie werden wir uns entscheiden, wenn weitere Investoren an unsere Tür klopfen? Sind wir bereit, die Kapitalmehrheit an der KG abzugeben?

 

Ehrlich gesagt: Mir bereitet der Gedanke, dass die Profiabteilung nicht mehr mehrheitlich dem Verein gehören könnte, Bauchschmerzen. Andererseits müssen wir auf die Entwicklungen in der Liga reagieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Solche Entscheidungen dürfen also nie allein aus dem Bauch oder aufgrund populistischer Erwägungen getroffen werden. Und genau für diese Vernunft, gepaart mit der Liebe zu unserem Verein Hertha BSC, stehe ich.

 

Bitte machen Sie jetzt ihr Kreuz hinter dem Namen Marco Wurzbacher und lassen sie mich weiterhin als Teil des Präsidiums an der Umsetzung dieser Ziele mitarbeiten. Vielen Dank!

Saisonabschlussfeier

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